Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Patrick VolknantVon

Bau der HGV-Strecke Moskau-Kasan startet 2018

Die Russische Eisenbahngesellschaft RZhD hat angekündigt, im Jahr 2018 mit dem Bau der HGV-Strecke zwischen Moskau und Kasan beginnen zu wollen. Auf ihr sollen Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 km/h in Russland verkehren.

Alexander Mischarin, stellvertretender Vorsitzender der Russischen Eisenbahngesellschaft, hat eine baldige Konstruktion der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Moskau nach Kasan angekündigt. „Wir werden mit dem Bau im nächsten Jahr starten“, erklärte der RZhD-Vize auf dem russischen Bildungs- und Jugendforum „Terra Scientia“ in der Oblast Wladimir. Gleichzeitig wolle man bis Ende dieses Jahres die Konzeption der Hochgeschwindigkeitsgleise abschließen.

Wie Mischarins Aussagen zeigen, scheinen sich die Pläne für den baldigen Einsatz von Hochgeschwindigkeitszügen in Russland weiter zu konkretisieren. Zuletzt hatte der Präsident der RZhD, Oleg Beloserow, verlauten lassen, dass man die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke bis 2022 fertigstellen wolle. Die neuen Schienensysteme ermöglichen Zügen, Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h zu erreichen.

Deutsches Initative will sich beteiligen

Unterstützung für ihr Projekt bekommt die RZhD unter anderem aus Deutschland: Die Deutsche Initiative für Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV), ein Unternehmensbündnis unter Schirmherrschaft der Deutsch-Russischen AHK, möchte sich im großen Umfang an dem Bau beteiligen.

Im Juni hatten die der Kooperation angehörenden Konzerne, wie unter anderem Siemens und die Deutsche Bank, ein Finanzierungskonzept vorgelegt. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf rund eine Billionen Rubel geschätzt.

Fotoquelle

TY-214Kazan skyline view, Size changed to 1040×585 px., CC BY-SA 3.0

Patrick Volknant
Über den Autor

ist Autor bei Ostexperte.de.

Der freie Journalist studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Leipzig.