Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Thorsten GutmannVon

Moskau baut 20 km neue Fahrradwege auf 23 Straßen

2016 investierte Moskau etwa 45 Milliarden Rubel in die Straßeninstandsetzung. In diesem Jahr folgt der nächste Schritt: Entlang der sanierten Straßen sollen Fahrradwege entstehen. Dies berichtetet das Wirtschaftsportal RBC. Die Baukosten belaufen sich auf bis zu zehn Millionen Rubel.

Auf 23 Straßen sollen 2017 im Stadtzentrum von Moskau neue Fahrradwege entstehen. Das Moskauer Verkehrsministerium hat bereits ein Ausschreibungsverfahren gestartet. Insgesamt soll die Länge der Fahrradrouten etwa 20 Kilometer betragen. Zu den ausgewählten Routen gehören:

  1. Die Uferstraße am Kreml („Kremljowskaja Nabereschnaja“)
  2. Die „Mochowaja Uliza“ zwischen der „Borowizkaja“ im Süden und der „Twerskaja“ im Norden
  3. Die „Bolschaja Jakimanka“
  4. Der „Neue Arbat“
  5. Der „Gartenring“ von der „Dolgorukowskaja“ über „Petrowka“ bis zur „Taganskaja“

Ampelanlagen und Fußgängerübergänge

Die Stadtverwaltung will zusätzlich 312 LED-Ampelanlagen an 41 Kreuzungen installieren. Ein Beispiel ist die Große Steinerne Brücke am Moskauer Kreml (siehe Karte). Entlang der Fahrradwege sollen 47 Fußgängerübergänge entstehen. Die Kosten der Konstruktion belaufen sich der Ausschreibung zufolge auf 9,9 Millionen Rubel. Die Arbeiten sollen bereits Ende Februar abgeschlossen sein.

Moskauer Infrastrukturprojekt „Meine Straße“

2015 hat Moskau das Projekt „Моя улица“ (deutsch: „Meine Straße“) ins Leben gerufen. Im Rahmen des Infrastrukturprojekts wurden Straßen im Stadtzentrum baulich ausgestaltet. 2016 hat Moskau neue Fliesen verlegt, asphaltiert, Bänke und Urnen installiert, Bäume gepflanzt, Zebrastreifen angelegt und Parkplätze gebaut.

Auch zahlreiche Fahrradwege, Ampeln, Übergänge und Haltestellen wurden errichtet. Innerhalb von zwei Jahren wurden mehr als 100 Straßen ausgebessert. Die Kosten beliefen sich auf rund 45 Milliarden Rubel. 2017 ist die Sanierung von 60 weiteren Straßen in Planung.

Fahrradfahren in Moskau

Heute verlaufen insgesamt etwa 200 Kilometer Fahrradwege durch Moskau. Bekannte Strecken sind etwa die „Bolschaja Nikitskaja“, die „Bolschaja Ordynka“ sowie die Parkanlagen Gorki und Sokolniki. Die längste Radstrecke der Stadt wurde 2013 gebaut und erstreckt sich auf 16 Kilometern vom Freilichtmuseum „Museon“ bis zum Siegespark („Park Pobedy“).

An vielen Stellen gilt Fahrradfahren in Moskau als gefährlich. Dabei ist nicht nur der mangelnde Ausbau von Fahrradwegen ein Problem, sondern auch der rücksichtslose Fahrstil im Straßenverkehr. Auch Stellplätze für Fahrräder sind im Alltag noch Mangelware. Doch in den letzten Jahren findet langsam ein Umdenken statt. So gibt es alleine in Moskau mittlerweile mehr als 150 Fahhradleih-Stationen.

Impressionen von der Winter-Fahrradparade

Trotz eisigen -30°C radelten am Sonntag mehr als 500 Fahrrad-Enthusiasten durch Moskau. Die Winter-Fahrradparade hat zum zweiten Mal stattgefunden. Trotz eisglatter Straßen wurde die Veranstaltung nicht abgesagt. Glücklicherweise kam es nicht zu Verletzungen.

Все круто! – 28 градусов, которые как говорилось в прогнозах ощущались как -38 😂🙈 #realfeel ❄️🔥 Но дружественная атмосфера велопарада согревала как никогда 🚴🏻🚴🏻‍♀️☀️🔥🔥🔥 Ps: затестил новый cube nutrail и скажу вам он пришёлся мне по вкусу. Теперь очень хочется проверить его в реальном бою в каком-нибудь лесу 🎄🎅🏼 #зимнийвелопарад #wintercycling #велопарад #letsbikeit #bicyclefriends #велокаменная #cuberussia #cubebikes #bikeseller #velogarage

Ein von Denis Voroshnin (@denisvoroshnin) gepostetes Foto am

Thorsten Gutmann
Über den Autor

Thorsten Gutmann war von September 2016 bis Dezember 2018 Chefredakteur der unabhängigen Nachrichtenseite Ostexperte.de in Moskau. Derzeit arbeitet er als Nachrichtenchef bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er u. a. für die Moskauer Deutsche Zeitung und die Berliner Zeitung tätig. Im Jahr 2017 gründete er die RUSummit – Fachkonferenz zur Digitalwirtschaft in Russland mit dem Ziel, den deutsch-russischen Wirtschaftsdialog zu fördern.