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Medikamentenverkäufe in Russland sanken im 1. Quartal 2016 um 10 Prozent

Die Medikamentenverkäufe in Russland sind in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 um zehn Prozent gesunken, schreibt die Zeitung Wedomosti heute (hier auf Englisch). Dafür sind vor allem die gesunkenen Reallöhne verantwortlich. 

Der Markt werde nun auf 270,3 Milliarden Rubel (4 Milliarden Dollar) geschätzt, heißt es unter Berufung auf einen Bericht der DSM Group, die den Pharma-Markt untersucht.

2015 waren die Pharma-Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent gesunken. Auch die Gesamtzahl der Medikamente, die von den Apotheken verkauft wurden, fiel im gleichen Zeitraum um 14 Prozent.Laut der DSM Group sind die Verkäufe trotz eines stetigen Rückgangs in den letzten Jahren nie so deutlich gesunken wie jetzt.

„Medizin ist das Letzte, bei dem Menschen sparen“

Experten führen den Rückgang vor allem auf die gesunkenen Reallöhne zurück. Sie fielen in diesem Jahr um 9,5 Prozent.

„Ein großer Teil des Pharma-Markts besteht aus dem Geld der Patienten, aber die Einkommen wachsen nicht“, erklärt Ivan Guschkow, der stellvertretende Generaldirektor für die GUS des hessischen Pharamunternehmens Stada. Das sei ein sehr schlechtes Zeichen: „Medizin ist das Letzte, bei dem die Menschen sparen.“

Wir wollen mit dem Kommentar eines Nutzers bei Vedomosti schließen, der sich auf ein kürzlich von Premierminister Medwedew gemachte Zitat bezog: „Geld gibt es nicht. Halten Sie hier durch. Alles Gute, gute Laune und Gesundheit!“

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Quelle: Flickr-Nutzer Dirk Vorderstraße (CC BY-NC 2.0)

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