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Mail.ru Group erwirbt Am.ru und ZakaZaka

Die Mail.ru Group sorgt mit Investments weiterhin für Schlagzeilen. Wie aus offiziellen Pressemitteilungen hervorgeht, hat der russische Internet-Konzern die Unternehmen ZakaZaka und Am.ru aufgekauft. 

Am.ru ist ein Online-Portal für den Verkauf von Gebrauchtwagen, das seit Februar 2016 zum Medienunternehmen Rambler&Co gehört. Bereits Anfang Mai 2017 wird die Mail.ru Group das Unternehmen für rund 10 Mio. US-Dollar übernehmen. „Der Online-Markt für Autos gilt als einer der größten Märkte, die weltweit wachsen“, erklärte ein Mitgründer von Mail.ru.

„Wir freuen uns, Teil eines der erfolgreichsten russischen Technologie-Unternehmen zu werden – der Mail.Ru Group. Dies gibt unserem Projekt eine stabile Grundlage, um unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen das führende Automobil-Portal in einem der größten Automobil- und Internet-Märkte Europas werden“, sagte Oleg Golubtsow, Gründer von Am.ru.

Online-Lieferservice für Essen

ZakaZaka ist eine Online-Bestellplattform für Essen. Sie ist vergleichbar mit deutschen Anbietern wie Delivery Hero. Durch den Aufkauf der Online-Bestellplattform Delivery Club im Novermber 2016 war die Mail.ru Group bereits Minderheitsgesellschafter von ZakaZaka. Nun kauft der Konzern für rund 18 Mio. US-Dollar die restlichen 90,09 Prozent.

„Der Erwerb von Delivery Club war ein voller Erfolg“, erklärte Boris Dobrodejew, CEO der Mail.ru Group. „Wir bemühen uns, unsere führende Position im Markt zu stärken.“ Über 50 Prozent aller Bestellungen via Delivery Club entfallen auf Moskau und Sankt Petersburg. ZakaZaka dagegen liefert 72 Prozent aller Bestellungen innerhalb Russlands Regionen.

Investitionen der Mail.ru Group

In den letzten Monaten zeigt sich die Mail.ru Group investitionsfreudig. Im Dezember 2016 wurde bekannt, dass das Unternehmen über 1 Mio. Euro in den Lebensmittel-Lieferservice Instamart investiert. Sogar ganze 100 Mio. US-Dollar will das Unternehmen in die Hand nehmen, um den Marktanteil in der Videospiele-Branche zu erhöhen.

Wie Ostexperte.de berichtet hat, plant die Mail.ru Group auch den Einstieg in den Markt für Musik-Streaming. Das hauseigene soziale Netzwerk Vk.com galt lange Zeit als Treffpunkt für Musikpiraten – doch inzwischen hat der russische Internet-Konzern nicht nur den Weg in die Legalität gefunden, sondern sogar ein kostenpflichtiges Abo-Modell angekündigt.

Titelbild

Quelle: Pressefoto, Mail.ru Group

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