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Ostexperte.deVon

Die „schwarze Woche“ Russlands ist schon weit fortgeschritten. 

  • Schwarzer Montag: 17. August 1998 (Freigabe des Rubelkurses)
  • Schwarzer Dienstag: 16. Dezember 2014 (kurzfristiger Absturz des Rubelkurses, Panikkäufe)
  • Schwarzer Mittwoch: 20. Januar 2016 (Rubel mit neuem Negativ-Rekord seit 1998)

Heute, am 21. Januar 2016, folgte dann der schwarze Donnerstag mit einem weiteren Absturz des Rubels auf teilweise 93,7 Rubel für einen Euro und 85,8 Rubel für einen Dollar. Doch im Vergleich zu 2014 verläuft es diesmal weniger panisch. Weder die russische Zentralbank noch der Kreml konnten aber mit ihren Äußerungen für Beruhigung sorgen. 


Der Ölpreis zieht Russlands Währung in den Abgrund: Am heutigen Donnerstag brach der Dollarkurs an der Moskauer Börse kurzzeitig auf 85,8 Rubel und der Eurokurs auf 93,7 Rubel ein. Der Wertverfall des Rubels hatte sich zwar seit Jahresbeginn schon sichtlich beschleunigt, doch nun erleben Devisenmakler wieder eine „Situation am Rande der Panik“.

Von einem „schwarzen Mittwoch“ für die russische Valuta war schon gestern die Rede gewesen: Ihr Wert sank im Laufe des Tages um etwa fünf Prozent – und der Dollar kletterte nicht nur über die 80-Rubel-Marke, sondern auch über den historischen Spitzenwert von 81,1 Rubel, der am 16. Dezember 2014 ganz kurzfristig aufgestellt worden war. An jenem denkwürdigen Tag herrschte allerdings die blanke Panik auf dem Börsenparkett – die anschließend auch auf die Bevölkerung übergriff: Die Russen stürmten Autosalons, Möbelhäuser und Elektronikmärkte, um ihre vom Verfall bedrohten Ersparnisse oder Bargeldreserven vermeintlich sinnvoll anzulegen.

„Der Kurs ist volatil – aber das ist kein Absturz“ – Kreml-Sprecher Peskow heute.

In der gegenwärtigen Phase der Rubelkrise verläuft alles ruhiger und gemessener – was auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Bevölkerung nach dem mehrfachen Gürtelengerschnallen des letzten Jahres gar keine so großen Geldreserven mehr hat (oder diese schon längst wohlweislich in Devisen konvertiert wurden ). Außerdem hat sich die Preisentwicklung auf dem Verbraucher-Binnenmarkt wegen stark rückläufiger Importe etwas von den Devisenkursen abkoppelt. Und Urlaub machen in der Türkei oder in Ägypten ist ja inzwischen ohnehin verboten…

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Quellen:

Artikel: Der Artikel ist ursprünglich bei russland.RU unter dem Titel „Rubel kaputt: Heftiger Kursrutsch an der Moskauer Börse“ erschienen. Autor des Textes ist russland.RU-Author Lothar Deeg. Die Einleitung (fett) stammt nicht von ihm.

 

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