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Außenminister traf Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft

Der deutsche Außenminister Heiko Maas war zu Besuch in Moskau. An zwei Tagen traf er einerseits seinen Amtskollegen Sergej Lawrow, andererseits Vertreter der russischen Zivilgesellschaft.

„Russland ist kein einfacher Partner“, verkündete Maas in einem kurzen Video auf dem Twitter-Kanal des Auswärtigen Amtes. „Wir wissen aber auch, dass wir aus unserer historischen Verantwortung immer den Versuch machen müssen, auch eine vernünftige Partnerschaft mit Russland zu haben.“

Der deutsche Außenminister traf unter anderem junge Doktoranden, Vertreter des Deutsch-Russischen Jugendforums und besuchte neben dem Nowospassky-Kloster ein dem russischen Menschenrechtler Andrej Sacharow (1921–1989) gewidmetes Ausstellungszentrum. Sein Fazit: „Es gibt ganz ganz viele Verbindungen zwischen den Menschen in unseren beiden Ländern“, deswegen brauche es Kontakte in alle Teile dieser sehr vielfältigen Zivilgesellschaft“.

Gerade weil sich die Zusammenarbeit mit der russischen Regierung in mehreren internationalen Konflikten schwierig gestalte, sei ein offener Austausch wichtig, verkündete das Auswärtige Amt im Vorfeld. Aus seiner Sicht problematische Dinge sprach Maas offen an: Wie die Welt berichtet, diskutierte er mit seinem Amtskollegen Lawrow über die Pressefreiheit in Russland und über den INF-Abrüstungsvertrag. Lawrow konterte die Vorwürfe mit Verweise auf Deutschland, wo Russia-Today-Journalisten an der Arbeit gehindert würden und auf die USA, die den Vertrag zuerst verletzt habe.

Der deutsche Außenminister stellte dennoch eine Vertiefung der Russlandbeziehungen in den letzten eineinhalb Jahren fest. „Man kann eine Partnerschaft weiterentwickeln und gleichzeitig offen seine Meinung sagen“, so Maas. Die russische Zeitung Kommersant lobte Maas´ Wille, sich mit der russischen Kultur auseinanderzusetzen. In den letzten fünf Jahren hätten sich westliche Diplomaten immer nur einen Tag und damit nicht länger als nötig in der russischen Hauptstadt aufgehalten.

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Titelbild:  Alexandros Michailidis / Shutterstock.com

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