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Deutschland erlaubt russisches LNG-Terminal in Rostock

Der russische Energiekonzern Nowatek und der belgische Fernleitungsbetreiber Fluxys werden ein Flüssiggas-Terminal (LNG) in Rostock errichten. Das Bundeskartellamt hat das Joint-Venture genehmigt. Dies berichtet das russische Branchenportal vestifinance.ru.

Das geplante LNG-Terminal in Rostock soll Ende 2018 oder Anfang 2019 in Betrieb gehen. Die Kapazität in der ersten Bauphase wird auf 330.000 Tonnen Flüssiggas pro Jahr beziffert. Im Gespräch steht eine spätere Erhöhung auf bis zu 1 Million Tonnen LNG pro Jahr.

Bereits im Juni 2017 hatten Nowatek und Fluxys eine Absichtserklärung für eine strategische Kooperation unterzeichnet. Geplant sind vor allem LNG-Projekte in Europa und Lateinamerika.

Fluxys gilt als einer der größten Gasnetzbetreiber Europas. Im März hatte das Unternehmen eine Rahmenübereinkunft mit dem russischen Energiekonzern Gazprom vereinbart. Dabei geht es ebenfalls um LNG-Projekte in Europa. Darüber hinaus äußerte Fluxys-Chef Pascal De Buck auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg 2018 (SPIEF) Interesse an einer Beteiligung an der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2.

Gazprom plant seinerseits die Errichtung eines kleintonnagigen LNG-Terminals in Rostock für die Aufnahme, Speicherung, Verteilung und den Verkauf von verflüssigtem Erdgas zum Nachtanken von Schiffen sowie zur Verwendung von LNG als Motorkraftstoff und für die autonome Gasifizierung. Zur Umsetzung des Projekts will der russische Energiekonzern mit dem niederländischen Gasnetzbetreiber Gasunie zusammenarbeiten.

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Titelbild: HelloRF Zcool / Shutterstock.com

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