Simon SchüttVon

Ermittlungen wegen Korruption gegen Renova Group

Der CEO des Telekommunikationsunternehmens VimpelCom in Russland, Michail Slobodin, ist am Montag, den 5. September zurückgetreten. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam am Montag bekannt. Slobodin war zuvor als Verdächtiger in einem Korruptionsfall genannt worden. 

Er hatte die Mobilfunk-Marke Beeline, einen der größten Mobilfunkbetreiber Russlands, beaufsichtigt. Kollegen gegenüber habe er gesagt, dass er zurücktrete, um einen Image-Schaden vom Unternehmen abzuwenden, berichteten mehrere Medien (Bloomberg, Moscow Times).

Die VimpelCom-Aktie fiel daraufhin laut Interfax um fast 7 Prozent.

Festnahmen wegen angeblichen Bestechungen bei T Plus

Der Korruptionsfall dreht sich um Slobodins Rolle im Aufsichtsrat des Energieunternehmens T Plus (vorher KES), das zur Renova Group gehört. Die Renova Group gehört Wiktor Wekselberg, einem der reichsten Russen.

Die Ermittler gaben am Montag die Festnahmen von Boris Waizicher, dem Generaldirektor von T Plus und Jewgenij Olychow, dem Managing Director der Renova Group bekannt. Beide werden verdächtigt, zwischen 2007 und 2014 in der nordrussischen Komi-Republik hochrangige Funktionäre bestochen zu haben. Auch Spiegel Online berichtete darüber.

 

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Quelle: Pressefoto VimpelCom

Simon Schütt
Über den Autor

war von September 2015 bis September 2016 Chefredakteur bei Ostexperte.de.

Derzeit arbeitet er bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung. Dort schrieb er vor allem für das Wirtschafts-, das Digital- und das Moskau-Ressort.

Der Berliner hat in Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert und dort bei der Österreich-Ausgabe des Werbe-, Marketing- und Medien-Fachmagazins Horizont gearbeitet.