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Kasachstan leistet Nachbarstaaten humanitäre Hilfe

Gegenseitige humanitäre Hilfe ist gängige Praxis in der Weltgemeinschaft. Zurzeit bieten viele Länder im Kontext der globalen COVID-19-Pandemie verschiedene Hilfsleistungen an, um die globale Widerstandsfähigkeit im Kampf gegen diese globale Herausforderung zu erhöhen. Auch Kasachstan ist aktiv daran beteiligt.

Um seine Nachbarn während der Pandemie wirtschaftlich zu unterstützen, beschloss der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokayev, Kirgisistan und Tadschikistan humanitäre Hilfe in Form von Lieferungen von kasachischem Mehl im Umfang von 5.000 Tonnen pro Land im Wert von über 2,8 Millionen Euro zu leisten. Diese Entscheidung wurde als Reaktion auf die offizielle Anfrage der kirgisischen und tadschikischen Seite getroffen mit dem Ziel, eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen.

Während eines Telefongesprächs mit Präsident Kassym-Jomart Tokayev dankte der Präsident von Tadschikistan, Emomali Rahmon, für die Unterstützung des tadschikischen Volkes in dieser für alle Länder so schwierigen Zeit und für die Lieferung humanitärer Hilfsgüter. Er bedankte sich darüber hinaus für die Unterstützung bei der Evakuierung tadschikischer Bürger in ihre Heimat und für die Möglichkeiten des Warentransits durch das Territorium Kasachstans. Auch Kirgisistan bedankte sich für die Bereitstellung der humanitären Hilfe.

Bereits im Februar diesen Jahres war Kasachstan eines der ersten Länder, das die Volksrepublik China während der COVID-19-Epidemie in Form mehrerer Lieferungen von medizinischer Schutzausrüstung unterstützte. Die Leistung humanitärer Hilfe bildet in dieser Krisenzeit einen der wichtigsten Bereiche der Außenpolitik Kasachstans. Somit leistet die kasachische Diplomatie auch in dieser Krise einen wichtigen Beitrag für die internationale Zusammenarbeit und die Stabilität Zentralasiens.

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Titelbild: Titelbild: Harvepino | Shutterstock.com

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Über den Autor

(geb. 1994) ist diplomatischer Berater des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) in Berlin. Studium der Geschichtswissenschaften und Soziologie mit dem Schwerpunkt auf internationalen Beziehungen an den Universitäten Tübingen und Aix-en-Provence/Marseille (B.A., Licence d’Histoire) sowie Masterstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Akademische Projekte führten ihn u. a. nach Israel, Belarus, in die Russische Föderation und die Ukraine. Seine Schwerpunkte sind internationale Beziehungen, Diplomatie und die Entwicklung der Beziehungen Deutschlands zu Russland, Osteuropa, dem Südkaukasus und Zentralasien. Berufliche Erfahrungen in den Bereichen Politikberatung (Energiepolitik, Wirtschaftsdiplomatie, Außenwirtschaft) und Regierungsbeziehungen.