Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Simon SchüttVon

Am Flughafen Scheremetjewo hat ein Geschäft des Waffenherstellers Kalaschnikow eröffnet

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie eine Person einem Gewehr am Flughafen sehen, die nicht zu den Sicherheitskräften gehört? Wahrscheinlich wäre Ihnen etwas mulmig.

Das könnte nun am Moskauer Flughafen Scheremetjewo häufiger geschehen. Der berühmte russische Waffenhersteller Kalaschnikow hat dort nun sein erstes Geschäft eröffnet, wie das Unternehmen am 16. August mitteilte.

Kalaschnikow am Moskauer Flughafen

Der Kalaschnikow-Shop am Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Foto: Kalashnikov.com

Zwar gibt es dort nur ungefährliche Plastik-Modelle der AK-47-Sturmgewehre, Souvenirs und eine neue Kleidungskollektion zu kaufen, doch die Wahl eines Flughafens als Standort für das Geschäft eines Waffenbauers ist – nun ja – eher gewöhnungsbedürftig.

Waffen-Modelle klar als Imitate erkennbar

Ein Offizieller des Flughafens erklärt aber, dass die Modell-Waffen sehr deutlich als Imitate erkennbar seien und daher keine Sicherheitsrisiken darstellten. Andererseits befindet sich der Shop vor der Sicherheitskontrolle im dritten Stock bei den Aeroexpress-Zügen. Ob man den Sicherheitskräften damit wirklich einen Gefallen tut?

In dem Souvenir-Geschäft gibt es auf 58 Quadratmetern neben den Gewehr-Modellen auch Stifte in Patronenform, Schirme, Taschen, Hüte, weitere Camourflage-Gegenstände, „I love AK“-T-Shirts und mehr.

Hier sehen Sie einige Bewegtbilder aus dem Kalaschnikow-Laden:

So unecht sehen die Modelle dann doch nicht aus, oder? Hier kommentieren.

„Kalaschnikow ist eine der populärsten Marken, die den meisten Menschen einfallen, wenn Sie Russland hören“, sagte Kalaschnikows Marketing-Chef Wladimir Dmitrijew laut der Pressemeldung. „Deswegen freuen wir uns, jedem die Möglichkeit zu bieten, ein Souvenir aus Russland mit unserer Marke mitzunehmen.“

Der Flughafen Scheremetjewo ist Moskaus und Russlands größter Flughafen nach Passagieraufkommen. 2015 wurden hier mehr als 31 Millionen Passagiere abgefertigt.

Titelbild

Quelle: Public Domain, via Wikimedia

Simon Schütt
Über den Autor

war von September 2015 bis September 2016 Chefredakteur bei Ostexperte.de.

Derzeit arbeitet er bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung. Dort schrieb er vor allem für das Wirtschafts-, das Digital- und das Moskau-Ressort.

Der Berliner hat in Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert und dort bei der Österreich-Ausgabe des Werbe-, Marketing- und Medien-Fachmagazins Horizont gearbeitet.