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Japan und Russland vereinbaren wirtschaftliche Zusammenarbeit auf den Kurilen

Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe haben auf einem zweitägigen Gipfeltreffen vereinbart, eine wirtschaftliche Zusammenarbeit auf den Kurilen aufzunehmen. Dies berichtet die Print-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 17. Dezember.

Seit dem Zweiten Weltkrieg verhindert ein Territorialstreit über die Inseln Etorofu, Kunashiri, Shikotan und die Habomai-Gruppe einen Friedensvertrag zwischen Japan und Russland. „Das historische Hin und Her über diese Inseln sollte aufhören“, erklärte Putin gegenüber Journalisten in Tokio. Nun streben die Regierungschefs eine Zusammenarbeit in den Bereichen Fischerei, Tourismus, medizinische Versorgung und Umweltschutz an.

Rechtsregime

Nicht sicher sei, unter welchem Recht die wirtschaftlichen Aktivitäten stattfinden sollen. Abe erklärte in einem Fernsehinterview, weder japanisches noch russisches Recht anzuwenden. Ein „spezielles Rechtsregime“ soll die Kooperation zwischen den beiden Ländern ermöglichen. Wie das Regime aussehen und wann es realisiert werden soll, ist bisher unklar.

Friedensvertrag und Sanktionen

Die Gespräche sind n-tv zufolge „offen und intensiv“ gewesen. Über die wirtschaftliche Zusammenarbeit hinaus seien Bemühungen um einen Friedensvertrag zwischen Japan und Russland im Gespräch gewesen. Frühere Bewohner der Kurilen sollen von Reiseerleichterungen profitieren. „Wir konnten den Gipfel in einer sehr guten Atmosphäre stattfinden lassen“, erklärte Abe.

Kurz vor dem Staatsbesuch stationierte Russland Abwehrraketen auf den pazifischen Inseln. Putin forderte auf dem Gipfel ein Ende der japanischen Russland-Sanktionen, die wegen der Ukraine-Krise aktiv sind.

Titelbild

Quelle: kremlin.ru

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