Ostexperte.deVon

So verkauft sich Apples neues iPhone 7 in Russland

Am gestrigen Freitag ist das iPhone 7 in Russland erschienen. Aufgrund der künstlich verknappten Liefermenge kam es auch in russischen Läden zu einem Ansturm auf das neue Apple-Produkt, das in der teuersten Variante 86.000 Rubel (ca. 1.195 Euro) kostet. Allerdings verkauft sich das iPhone 7 laut Experten in Russland am ersten Tag schlechter als die vorherigen Modelle.

Bisher fallen die Verkäufe des iPhone 7 und iPhone 7 Plus in Russland im Vergleich zu den vorherigen Modellen schwach aus, behaupten Experten. In den ersten Tagen könnten zwischen 10.000 und 16.000 Einheiten verkauft werden, erklärte ein Insider gegenüber RBK. Nach Angaben der Mobile Research Group verkaufte Apple im letzten Jahr in einem ähnlichen Zeitraum ungefähr 20.000 Einheiten des iPhone 6s und iPhone 6s Plus.

Künstliche Verknappung

„Die Verkäufe werden nicht anhand dessen bestimmt, wieviele Geräte verkauft wurden, sondern daran, wieviele Einheiten geliefert wurden“, erklärt Eldar Murtasin, ein Analyst der Mobile Research Group. „Um eine gesteigerte Nachfrage zu inszenieren, stellt Apple alle drei Tage eine geringe Liefermenge bereit. Diese Situation dauert mindestens einen Monat lang. Dementsprechend werden im Laufe eines Monats bis zu 75.000 Geräte verkauft.“

Nach Angaben von Hi-Tech Mail.ru gab es vor dem Russland-Start des iPhone 7 ungefährt 20.000 Vorbestellungen. Das beliebteste Modell ist das iPhone 7 in der Farbe „Jet Black“, das entweder über 128 oder 256 Gigabyte Speicherplatz verfügt. Jedoch lieferte Apple hauptsächlich Einheiten mit 32 Gigabyte nach Russland – auch zahlreiche Modelle in unbeliebten Farben wie z.B. Silber oder Gold. „Im Endeffekt mussten einige Händler unrealistische Fristen für die Auslieferung der Bestellungen setzen – bis zu 60 Tage“, erklärte ein Mitarbeiter von Hi-Tech Mail.ru.

Händler sind zufrieden

Zahlreiche Händler berichten von einem Ansturm auf das iPhone 7 in Russland. Der Pressesprecher von Media Markt erklärte gegenüber RBK, dass in den 67 russischen Filialen von Media Markt um 12:00 Uhr Moskauer Zeit im Vergleich zum iPhone 6S doppelt so viele Einheiten des iPhone 7 verkauft wurden. Auch der Vorsitzende der Elektronik-Kette „Eldorado“ betonte, dass „die Nachfrage wesentlich höher“ als im letzten Jahr ausfiele.

Die Elektronik-Kette re:Store verkaufte das iPhone 7 in 87 Filialen in Russland. Die Pressesprecherin des Unternehmens, Ljudmila Semuschkina, betonte, dass die Vorbestellungen des neuen Modells doppelt so hoch seien als bei der 6S-Generation. Vor dem Einkaufszentrum GUM am Roten Platz warteten mehrere Hundert Menschen bei Regenwetter auf das neue iPhone 7.

Die Moskauer Elektronik-Geschäfte „Swjasnom“ und „M.Video“ berichten über lange Warteschlangen. Die Pressestelle von „M.Video“ erklärte sogar, dass „die Nachfrage nach dem neuen iPhone 7 dreifach so hoch“ sei als nach vorherigen Modellen.

Ostexperte.de
Über den Autor

ist die deutschsprachige Nachrichtenseite zur Wirtschaft in Russland.

Ostexperte.de richtet sich an alle, die sich für Russland interessieren und mehr über das Russlandgeschäft und die russische Wirtschaft erfahren wollen.

Hier können Sie Kontakt zur Ostexperte.de-Redaktion aufnehmen.