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Die russischen Türkei-Sanktionen werden unter dem Deckmantel der Lebensmittelsicherheit ausgeweitet

Russland wird den Import türkischer Auberginen ab 25. April verbieten. Die temporäre Maßnahme sei ergriffen worden, weil „immer wieder verseuchte Auberginen nach Russland gelangen, die unter Quarantäne gestellt werden müssen“, wie die russische Lebensmittel-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadzor mitteilte.

Begründet wird der Importstopp zwar mit der Lebensmittelsicherheit, de facto kommt das aber einer Ausweitung der bereits bestehenden Sanktionen gegen die Türkei gleich. Gegen eine Reihe von Lebensmitteln aus der Türkei wurde zum Jahresbeginn ein Embargo verhängt, weil die Türkei ein russisches Militärflugzeug im türkisch-syrischen Grenzgebiet abgeschossen hatte. Die russischen Sanktionen beinhalten weitere Einschränkungen gegen türkische Firmen und Staatsangehörige (hier eine Liste).

Bereits letzten Monat hatte die Aufsichtsbehörde Pläne verkündet, Paprika und Granatäpfel zur Liste der Einfuhrverbote hinzufügen, weil sie erforderlichen Sicherheitsstandards nicht erreichten. Immer wieder werden Einfuhrbeschränkungen durch russische Verbraucherschutzbehörden mit angeblichen Sicherheitsmängeln oder Verstößen gegen Standards begründet. Kritiker werfen den Behörden allerdings vor, dass diese Maßnahmen politisch motiviert seien.

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Quelle: Pixabay.com

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