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Huawei bringt 2019 5G-Smartphones nach Deutschland

Der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei will den 5G-Standard nach Deutschland bringen. Dies bestätigte Deutschland-Chef William Tian in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters

„Wir werden nächstes Jahr 5G-fähige Geräte – darunter auch Smartphones – in den Handel bringen“, erklärte Tian auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. „Wir haben den ultimativen Vorteil, dass wir auch der weltgrößte Netzwerkausrüster sind.“

Im 2. Quartal 2018 stieg Huawei auf Rang 2 der meisten Smartphone-Verkäufe – und überholte den US-Konkurrenten Apple. Bis Ende 2019 wollen die Chinesen den südkoreanischen Marktführer Samsung vom Thron stoßen.

Am 16. Oktober will Huawei sein neues Luxusmodell Mate 20 in London vorstellen und die Verkäufe pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ankurbeln.

Deutschland ist zweitwichtigster Markt nach China

Deutschland sei für den Smartphone-Hersteller der zweitwichtigste Markt nach China. „Wir investieren stark. Im kommenden Jahr werden wir hierzulande fünf bis zehn Kundenzentren in größeren Städten eröffnen“, erklärte Tian. Seit 2017 gebe es bereits einen entsprechenden Anlaufpunkt in Berlin. Zudem sei die Europa-Zentrale des Unternehmens in Düsseldorf ansässig. Ein weiterer Beweis für die Wichtigkeit Deutschlands sei die Partnerschaft mit dem deutschen Kamerahersteller Leica. „Leica ist inzwischen in China eine sehr bekannte Marke.“

Für Schwierigkeiten sorgt derzeit der Handelskonflikt zwischen Washington und Peking. Huawei ist derzeit unter Verweis auf die nationale Sicherheit von manchen Geschäften in Australien und den USA ausgeschlossen. US-Unternehmen wie Google und Facebook stehen unter Kritik für ihre Zusammenarbeit mit Huawei. Zudem haben die US-Mobilfunkbetreiber Verizon und AT&T ihre Pläne, Huawei-Smartphones auf den US-Markt zu bringen, über Bord geworfen.

Ziel für 2018: Die 200-Millionen-Marke

Zwischen Anfang Januar und Ende Juni 2018 habe das Unternehmen rund 95 Millionen Smartphones verschifft, sagte Tian, der das Deutschland-Geschäft seit 2016 leitet. Im Gesamtjahr soll die 200-Millionen-Marke geknackt werden. „Die Kunden entscheiden mit ihrem Portemonnaie.“

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Titelbild: Firmenlogo auf einem Gebäude in Vilnius, Litauen. astudio / Shutterstock.com

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