Russische Staatsausgaben: Höchststand seit 2009

Gesundheitskosten und Coronahilfen nagen am Budget

Die russischen Staatsausgaben (föderale und regionale Ausgaben sowie von Sozialfonds) erreichten im vergangenen Jahr 39,5% des russischen Bruttoinlandsprodukts (BIP), so viel wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr. Das errechnete der Wirtschaftswissenschaftler Andrej Tschernjawskij von der Moskauer Universität Higher School of Economics. Im Schnitt der vergangenen fünf Jahr lagen die „erweiterten Staatsausgaben“ um 5% niedriger. So seien die föderalen Ausgaben um 25% gestiegen, vor allem wegen der Coronahilfen von mindestens 3 Bio. Rubel (33 Mrd. Euro). Auch die regionalen Haushalte wuchsen um 15%, vor allem wegen höherer Gesundheitskosten. Verglichen mit westlichen Ländern sind die russischen Ausgaben immer noch niedrig. Generell geben westliche Staaten mehr Geld für den Sozialstaat aus, Deutschland 2019, also noch vor Corona, etwa 45% seines BIP, Frankreich sogar 55%. Quelle: RBC (RU)

Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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