Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Patrick VolknantVon

Hillary Clinton zu Trump: „Die Russen kommen noch immer“

Die US-Demokratin Hillary Clinton hat ihren ehemaligen Konkurrenten Donald Trump auf Twitter dazu aufgefordert, die USA vor Russland zu beschützen. Der Präsident ignoriere die von Moskau ausgehende Gefahr. Dies berichtet das russische Wirtschaftsportal RBC.

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat US-Präsident Trump auf Twitter vorgeworfen, die Bedrohung durch Russland für die Sicherheit der Vereinigten Staaten zu unterschätzen. Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Demokraten verkündete, dass die Russen „noch immer kommen“ und forderte Trump zum Handeln auf. Der Präsident höre nicht auf die Warnungen der Geheimdienste und bringe die USA so in Gefahr. „Wird er es weiterhin ignorieren und aufgeben oder unser Land beschützen?“, fragt Clinton am Ende ihres Tweets.

Clinton verweist auf Kritik aus der Cyber-Abteilung

Die aus kriegerischem Kontext stammende Phrase „Die Russen kommen“ erlangte vor allem Bekanntheit durch Geschichten über den ersten US-Verteidigungsminister James Forrestal. Dieser musste sich zu Zeiten des Kalten Krieges einer psychiatrischen Behandlung unterziehen, wobei er letztlich aus einem Fenster des Krankenhauses zu Tode stürzte. Während seiner offiziell durch Überarbeitung ausgelösten Krankheit soll Forrestal immer wieder von attackierenden Russen deliriert haben.

Mit ihrem Tweet bezog sich Clinton auf ein Statement von Michael Rogers, dem Leiter der amerikanischen Cyber-Abteilung, demzufolge Trump ihm keine neuen Befugnisse zur Bekämpfung der „russischen Bedrohung“ gegeben habe. Er kritisierte, dass die getroffenen Vorkehrungen nicht ausreichen würden, um sich vor russischen Cyber-Attacken zu schützen. „Sofern wir die Dynamik hier nicht ändern, wird das so weitergehen“, hatte Rogers mit Blick auf die Russland-Affäre bemerkt.

Clinton sieht Russland-Ermittlungen erst am Anfang

In Clintons 2017 erschienenem Buch „What Happened“ widmet sie ein gesamtes Kapitel den Russen, deren Wahleinmischung zum Sieg Donald Trumps geführt haben soll. Die Politikerin beschreibt darin, wie sie von den diversen Nachrichten über Russlands Verstrickungen überwältigt worden sei. Wie Clinton kürzlich in einem Interview durchblicken ließ, sieht sie die Enthüllungen rund um die Russland-Affäre noch lange nicht am Ende. Demnach schließe die Demokratin nicht aus, dass auch die Legitimität der Wahlen von 2016 in Frage gestellt werden könne.

Fotoquelle

Gage Skidmore, Hillary Clinton, edited to 1040x585px., CC BY-SA 2.0

Patrick Volknant
Über den Autor

ist Autor bei Ostexperte.de.

Der freie Journalist studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Leipzig.