Wie sich der Handel Deutschlands mit den Ost-Ländern im 1. Quartal 2016 entwickelte

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft hat kürzlich die Handelszahlen Deutschlands mit den Ost-Ländern für das 1. Quartal 2016 veröffentlicht. Lesen Sie hier, wie sich der Handel mit Russland entwickelte, wer die größten Handelspartner Deutschlands im Osten waren und mit welchen Ländern der Handel am meisten zu- und abnahm. 

Russland

Der Handelsumsatz Deutschlands mit Russland ging demnach im Vergleich zum Vorjahr um 10,58 Prozent zurück und belief sich auf knapp 11 Milliarden Euro. Die Einfuhren nach Deutschland (6,1 Milliarden Euro) überwogen dabei die deutschen Ausfuhren nach Russland (4,7 Milliarden Euro). Die deutschen Importe gingen zudem mit 15,18 Prozent wesentlich deutlicher zurück als die Exporte nach Russland (-3,86 Prozent).

Größte Handelspartner

Russland ist mit knapp 11 Milliarden Euro Warenumsatz aber nach wie vor der mit Abstand größte Handelspartner Deutschlands unter den Ost-Ausschuss-Ländern. Dahinter folgen als Länder mit den größten Warenumsätzen:

  • Rumänien (+11,8 Prozent; 6,1 Milliarden Euro),
  • Bulgarien (-2,07 Prozent; 1,5 Milliarden Euro),
  • Ukraine (+19,23 Prozent; 1,3 Milliarden Euro)
  • und Kroatien (+15,37 Prozent; 1 Milliarden Euro).

Aufsteiger

Prozentuell am meisten zulegen konnten im 1. Quartal 2016 folgende Länder:

  • Albanien (+32,21 Prozent),
  • Mazedonien (+28,54 Prozent),
  • Turkmenistan (+26,38 Prozent),
  • Kosovo (+24,63 Prozent)
  • und Usbekistan (+21,49 Prozent).

In absoluten Zahlen lag hier der Handel Deutschlands mit Rumänien, mit der Ukraine und mit Serbien vorne.

Absteiger

Am meisten verloren prozentuell:

  • Tadschikistan (-56,31 Prozent; insgesamt aber sehr geringes Volumen),
  • Aserbaidschan (-48,70 Prozent),
  • Kirgisische Republik (-36,15 Prozent),
  • Belarus (-31,54 Prozent)
  • und Kasachstan (-21,99 Prozent).

Absolut gesehen ging der Handel mit Russland und Aserbaidschan am deutlichsten zurück.

Gesamt

Insgesamt ging das Handelsvolumen zwischen Deutschland und den Ost-Ausschuss-Ländern im 1. Quartal 2016 um 3,12 Prozent zurück und belief sich auf rund 25,2 Milliarden Euro. Im 1. Quartal 2015 lag der Warenverkehr noch bei etwas über 26 Milliarden Euro.

Der deutsche Handel insgesamt wuchs hingegen in diesem Zeitraum leicht um 0,52 Prozent auf 530 Milliarden Euro.

[accordion open_icon=“remove“ closed_icon=“plus“] [/su_spoiler] Quelle: Die Grafik und die Handelszahlen stammen vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. [/su_spoiler]