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„Dragonfly“: Google-Mitarbeiter kritisieren China-Pläne

Der US-Suchmaschinenanbieter Google plant unter dem Projektnamen „Dragonfly“ eine zensierte Variante für den chinesischen Markt. Nun regt sich Widerstand bei den Mitarbeitern des Internet-Riesen.

Rund 1.000 Mitarbeiter sollen ihre Bedenken gegen die Pläne geäußert haben, berichtet das US-Nachrichtenportal The Intercept. Dragonfly werfe „dringende moralische und ethische Fragen“ auf, heißt es in einem Schreiben. Möglicherweise verletze die Suchmaschine die internen Ethikregeln des Konzerns. Zudem forderten die Google-Mitarbeiter mehr Transparenz und Informationen über die China-Strategie. Zu wenige der rund 88.000 Mitarbeiter seien in die Pläne eingeweiht.

Die zensierte Google-Variante soll für das mobile Betriebssystem Android angeboten werden. Suchanfragen zu Menschenrechten, Demokratie, Religion und Protesten sollen automatisch aussortiert werden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Pläne als „schweren Angriff auf die Informationsfreiheit“. 

Google-Chef Sundar Pichai bestätigte, dass seit langer Zeit überlegt werde, welches Produkt Google auf dem chinesischen Markt etablieren könnte. Derzeit sei man jedoch weit davon entfernt, eine Suchmaschine in China zu starten. Mit einem Marktanteil von mehr als 76% gilt Baidu mit Hauptquartier in Peking als führende Suchmaschine in China. Google dagegen konnte sich aufgrund von strengen Zensurvorschriften der Regierung nicht durchsetzen. 

 

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Quelle: Noah_Loverbear, Google Mountain View California – panoramio, 1040×585, CC BY-SA 3.0

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