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Russland verlängert Gegensanktionen bis Ende 2018

Wladimir Putin hat die Sanktionen als Reaktion auf restriktive Maßnahmen der EU im Zuge des Ukraine-Konflikts verlängert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Der russische Präsident hat die Gegensanktionen am 30. Juni 2017 per Dekret bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. Die im August 2014 erstmals verabschiedeten Strafmaßnahmen umfassen ein Importverbot von Lebensmitteln und Agrarprodukten aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Norwegen. Seit Einführung wurden sie mehrmals verlängert.

Im August 2015 hat der Kreml das Einfuhrverbot wegen Unterstützung der EU-Sanktionen auf Albanien, Montenegro, Island und Liechtenstein ausgedehnt. Am 1. Januar 2016 wurden die russischen Gegensanktionen auf die Ukraine erweitert. Auch der bilaterale Handel zwischen Russland und der Ukraine im Rahmen des GUS-Freihandelsabkommens wurde ausgesetzt.

Geschichte der Gegensanktionen

Durch eine Regierungsverordnung vom 31. Juli 2015 erhielten zuständige Behörden das Recht, sanktionierte Waren zu beschlagnahmen und zu vernichten. Dies muss durch Foto- oder Videoaufnahmen dokumentiert werden. In der Vergangenheit führte das zur tonnenweisen Vernichtung von pflanzlichen und tierischen Produkten, die illegal eingeführt wurden.

Am 27. Mai 2016 wurde das Lebensmittel-Embargo in Bezug auf Waren zur Weiterverarbeitung als Kindernahrung gelockert. Mit Verordnung vom 10. September 2016 wurde die Sanktionsliste am 1. November 2016 um Salz erweitert. Am 22. Oktober 2016 wurden Setzlinge vom Steinbutt, Seebarsch und einer Zuchtgarnelenart von den Lebensmittelsanktionen ausgenommen.


Umfassende Informationen zu den westlichen Sanktionen gegen Russland sowie zu den russischen Gegenmaßnahmen erhalten Sie auf der Website von Germany Trade & Invest.

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