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Neue Gasleitung von Russland nach China soll Ende 2019 in Betrieb genommen werden

Am 20. Dezember 2019 soll die Gaspipeline „Sila Sibiri“ (deutsch: „Kraft Sibiriens“) starten. Dies berichtet das Wirtschaftsportal RBC unter Berufung auf Gazprom-Chef Alexei Miller.

Die China National Petroleum Corporation (CNPC) und der russische Energiekonzern Gazprom haben am Dienstag eine Vereinbarung über die Inbetriebnahme der Gasleitung unterzeichnet. Laut Gazprom-Chef Alexei Miller stehe der Lieferung ab Ende 2019 nichts im Wege. Weitere Verhandlungen über bilaterale Kooperationen im Energiebereich seien im Herbst geplant.

Russland will künftig 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr durch die 3.000 km lange Pipeline nach China liefern. Damit will China unabhängiger von westlichen Gaslieferungen werden. Wladimir Putin bezeichnete die Pipeline beim Baubeginn im September 2014 als „größtes Bauprojekt der Welt“. Die erste Lieferung war schon 2017 geplant, verzögerte sich dann aber.

Weiteres Projekt ist „Sila Sibiri 2“

Nach Einschätzung von Miller belief sich der chinesische Erdgasbedarf 2016 auf 200 Milliarden Kubikmeter. In den ersten vier Monaten 2017 sei der Bedarf im Vorjahresvergleich um 12 Prozent gestiegen. Bei diesem Wachstum könnte die Nachfrage in wenigen Jahren auf 300 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ansteigen, so Miller. Deshalb bereite man schon jetzt neue Verträge vor.

Die Laufzeit der Vereinbarung für „Sila Sibiri“ beträgt 30 Jahre. Bis Ende 2017 wollen die Beteiligten auch über die geplante Gaspipeline „Sila Sibiri 2“ (ehemals „Altai“) von Westsibirien in den Nordwesten Chinas sprechen. Sie soll 6.700 km lang sein – rund 2.700 km davon verliefe durch Russland. Auch eine Verbindung mit der Ost-West-Pipeline in Turkmenistan gilt als Option.

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