Dominik KalusVon

Gazproms Sozialinitiative „Fußball für Freundschaft“

Eine vom russischen Rohstoff-Riesen Gazprom organisierte Initiative will die Völkerverständigung vorantreiben – mit Fußball. Das Sozialprojekt „Football for Friendship“ geht dieses Jahr in die achte Runde und findet, wie so vieles, 2020 im Online-Format statt.

2013 wurde die Sozialinitiative ins Leben gerufen und wurde seitdem als Fußballturnier an jährlich wechselnden Standorten abgehalten. Dabei kamen Kinder aus dutzenden Ländern zusammen und spielten mehr miteinander als gegeneinander: Denn die jungen Kicker bilden für „Football for Friendship“ traditionell international gemischte Teams. So lassen sich länderübergreifende Freundschaften noch viel schneller knüpfen. Die Veranstalter verweisen stolz darauf, dass beim gemeinsamen Spiel auch schon Kinder aus Nord- und Südkorea oder aus Indien und Pakistan zu Freunden wurden.

Als Botschafter des Projekts konnten die Organisatoren ein prominentes Gesicht gewinnen: Weltmeister und Real-Madrid-Ikone Roberto Carlos (siehe Titelbild).

„Das Programm steht allen Kindern überall auf der Welt gleichermaßen offen. Es ist einzigartig. Jedes Jahr kommen bei „Fußball für Freundschaft“ Mädchen und Jungen zu einem internationalen Turnier zusammen und lernen dabei Gleichaltrige aus anderen Ländern kennen. Das ist eine positive Erfahrung, die sie in ihrem Leben weiterbringt“, sagt der 1973 geborene brasilianische Fußballstar.

Ein Mannschaftssport wird zum Online-Event

Nun sind im Pandemiejahr 2020 internationale Reisen alles andere als leicht, dafür Online-Spiele mittlerweile auch als Sport anerkannt; und so wird als Ersatz für das reguläre Fußballturnier dieses Jahr ein Online-Wettbewerb stattfinden. Dafür hat das Software-Unternehmen Data-Art ein eigenes Multiplayer-Game entwickelt: Den FußballsimulatorFootball for Friendship World“. Auch hier sollen Kinder und Jugendliche aus aller Welt gemeinsam Mannschaften bilden und virtuell Fußball spielen. Die Werte des Kindersozialprojekts – Gleichheit, Fairness und Frieden – können auch beim Computerspielen gelebt werden.

Am 1. November geht eine digitale Plattform des Spiels an den Start. Auf ihr wird vom 27. November bis 10. Dezember die erste Online-Weltmeisterschaft von Football for Friendship stattfinden. In dem virtuellen Turnier werden 32 Fußballmannschaften mit Cyberathleten aus 100 Ländern antreten. Mehr Informationen gibt es auf footballforfriendship.com

Football for Friendship
Das internationale Sozialprojekt besteht seit 2013. In den vergangenen sieben Spielzeiten haben über 6.000 Kinder und Jugendliche an dem Programm teilgenommen. Über fünf Millionen Personen haben es unterstützt, darunter Spitzensportler, Künstler und Politiker sowie die FIFA, UEFA, das Internationalen Olympischen Komitee und die Fußballverbände verschiedener Länder. Die Initiative hat 47 nationale und internationale Auszeichnungen erhalten. Sie hält außerdem den GUINNESS WORLD RECORDS® Titel für das Fußballtraining mit den meisten unterschiedlichen Spielernationalitäten.
Titelbild

Titelbild: Gaszprom/Football for Friendship

Dominik Kalus
Über den Autor

hat in Passau und Breslau Internationale Politik und Journalismus studiert. Nach einem Praktikum bei der Süddeutschen Zeitung verschlug es ihn nach Moskau, wo er für die Nachrichtenplattform Ostexperte.de und die Moskauer Deutsche Zeitung schrieb. Seit Oktober 2019 ist er redaktioneller Leiter von Ostexperte.de.