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Dachverband für Online-Handel berechnet starken Wachstum des E-Commerce in Russland

Zwischen Januar und Juni 2016 hat der Markt für E-Commerce in Russland im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent zugelegt. Dies berichtet die Tageszeitung Kommersant, die sich wiederum auf Zahlen des russischen Dachverbands für Internet-Handel AKIT beruft. Das Marktvolumen des E-Commerce in Russland beläuft sich nach Abschluss des 1. Halbjahrs 2016 auf 405 Milliarden Rubel (ca. 5,81 Milliarden Euro). 


Experten rechnen nach Abschluss des zweiten Halbjahrs 2016 mit einem weiteren Zuwachs des Marktvolumens von bis zu 0,5 Trillionen Rubel. Einen nicht geringfügigen Beitrag leistet dabei der grenzübergreifende Handel, dessen Anteil am russischen E-Commerce-Markt bis Jahresende von 29 Prozent auf 35 Prozent steigen könnte.

Marktvolumen des E-Commerce in Russland könnte bis Ende 2016 auf 900 Milliarden Rubel ansteigen

Das Marktvolumen des E-Commerce in Russland ist im ersten Halbjahr 2016 im Vorjahresvergleich um 26 Prozent auf 405 Milliarden Rubel angestiegen. Bis zum Jahresende prognostiziert der Dachverband für Internet-Handel AKIT ein Marktvolumen von bis zu 900 Milliarden Rubel. Zum Vergleich: Ende 2015 betrug das Marktvolumen des E-Commerce in Russland etwa 760 Milliarden Rubel.

Insbesondere beim grenzübergreifenden Online-Handel ist die Tendenz steigend. Der Import von Online-Waren aus dem Ausland erhöhte sich von Januar bis Juni 2016 um 37 Prozent auf 143,1 Milliarden Rubel. Nach Abschluss dieses Jahres schätzen Experten von AKIT einen Wachstum des „Cross-Border“-Handels um 45 Prozent auf 320 Milliarden Rubel. Der Anteil des grenzübergreifenden Online-Handels am E-Commerce-Markt könnte von 29 Prozent (2015) auf 35 Prozent (2016) anwachsen.

Die meisten Sendungen kommen aus China

Nach Angaben von AKIT ist die Anzahl der Online-Sendungen aus dem Ausland von Januar bis Juni 2016 um 102 Prozent angestiegen. Die Menge der Sendungen innerhalb Russlands dagegen haben sich nur um 5 Prozent erhöht. Die russische Post gibt an, im 1. Halbjahr 2016 etwa 98,7 Millionen E-Commerce-Sendungen bearbeitet zu haben– das überschreitet den Vorjahreswert (1. Halbjahr 2015) um fast das Doppelte.

Der Anteil an Sendungen aus China betrug im 1. Halbjahr 2016 rund 90 Prozent. Lieferungen aus der Europäischen Union kamen nur auf 4 Prozent. Bei E-Commerce-Waren aus den USA war der Anteil mit 2 Prozent noch geringer. Alle anderen Länder teilen sich die letzten 4 Prozent auf.

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