EWDNVon

Russischer Kurierservice Dostavista erhält Millionen-Investition

Dies ist ein Sonderbeitrag zur RUSummit – Fachkonferenz zur Digitalwirtschaft in Russland am 21. September 2018 in Berlin in Kooperation mit Ostexperte.de und East-West Digital News (EWDN).


Der russische Kurierdienst Dostavista konnte bei einer Investitionsrunde etwa 2 Millionen US-Dollar einnehmen. Zu den Geldgebern zählen die russischen Risikokapital-Fonds Buran Venture Capital und AddVenture. Auch das Investitionsunternehmen FJ Labs mit Sitz in New York beteiligt sich an der Finanzspritze.

Neben Russland ist Dostavista in mehreren Ländern tätig: Indien, Indonesien, Korea, Brasilien, Mexiko, Philippinen, Südkorea, Thailand, Türkei und Vietnam. Mit dem Geld will das Start-up-Unternehmen seine Auslandsexpansion vorantreiben.

Auch in China und Großbritannien wollte das Unternehmen Fuß fassen. Die Ergebnisse seien jedoch „nicht zufriedenstellend“ gewesen, erklärte Dostavista-Gründer Michail Alexandrowskij im Gespräch mit der Zeitung Kommersant.

Der Umsatz des Unternehmens wurde im Jahr 2016 auf rund 1 Million US-Dollar beziffert. Im Folgejahr sei er um das 2,5-Fache gestiegen, so der Gründer.

Der Kurierservice konzentriert sich auf kleine und mittlere Unternehmen im Online- und Offline-Retail, zum Beispiel Konditoreien und Blumengeschäfte. Das Prinzip erinnert an den Online-Fahrdienst Uber: Kunden können eine Lieferung bequem per App bestellen und innerhalb von einer Stunde erhalten.

Die Kuriere müssen die App installieren, einen Account erstellen und eine Authentifizierung durchlaufen. Ein Algorithmus bestimmt optimale Lieferrouten und vergibt die Aufträge. Das Unternehmen erhält eine Provision von 20% pro Bestellung.

Das Start-up hat ein „fantastisches Wachstum“ mit einer „lächerlich niedrigen Investitionssumme“ hingelegt, erklärte der AddVenture-Geschäftsführer Max Medwedew im vergangenen Jahr.


Dieser Artikel ist zuerst bei EWDN erschienen.

Titelbild

Quelle: dostavista.ru

Tags:
EWDN
Über den Autor

East-West Digital News (EWDN) ist eine englischsprachige Nachrichtenseite zur Digitalwirtschaft in Russland. Sie wurde 2011 mit Unterstützung der Higher School of Economics (HSE) in Moskau und des russisches Staatsfonds RVC gegründet. Seit April 2018 existiert eine Medienkooperation zwischen Ostexperte.de und EWDN.