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Die Exporte deutscher Maschinenbauer nach Russland gingen im 1. Quartal 2016 um 3,4 Prozent zurück

Dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zufolge haben die Maschinenbauer in Deutschland ein ungebrochen hohes Interesse daran, in Russland zu investieren. Dafür benötigten jedoch gerade Mittelständler einen besseren Zugang zum dortigen Markt und mehr Unterstützung seitens der russischen Politik, fordert der VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge während eines Treffens mit dem russischen Industrieminister Denis Manturov in Ekaterinburg.

Im ersten Quartal 2016 sind nach Angaben des VDMA die Ausfuhren der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer nach Russland nochmals um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken (auf 1,04 Milliarden Euro). Damit habe sich der Abschwung allerdings deutlich verlangsamt: 2015 gingen die Exporte nach Russland insgesamt um fast 27 Prozent auf gut 4,7 Milliarden Euro zurück.

Konkret fordert der VDMA nun von Russland:

  • einfache und transparente Ursprungsegeln für lokal produzierte Produkte,
  • eine zollfreie Einfuhr von Komponenten für die Produktion, die anschließend wieder in den Export geht (um eine doppelte Belastung durch Steuern und Zölle zu vermeiden),
  • eine Zollfreiheit für Produkte, die für die russische Produktion benötigt werden, dort aber nicht hergestellt werden.

„Auch kleine Investitionen bringen Russland viel Know-how“

„Alle brauchen offenen Märkte – auch Russland“, betonte Festge gegenüber Manturov auf der Messe Innoprom für innovative Industrien in Ekaterinburg. Festge nahm dort an Diskussionen zwischen Politik und Unternehmen teil. Dabei wurden vor allem die Verbindung von Industrie und Internet sowie Investitionen in die russische Industrie behandelt.

Mittelständische Maschinenbauer machten ihre Investitionen auch davon abhängig machen, ob auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingegangen werde, so der Präsident des Maschinenbauer-Verbands. Auch kleinere Investitionen könnten einem Land wie Russland viel Know-how bringen, sagte er. Dies werde von der russischen Politik derzeit aber momentan noch zu wenig berücksichtigt.

Der russische Industrieminister Manturov versicherte, mit dem VDMA in Kontakt zu bleiben, um konkrete Investitionshemmnisse zu diskutieren und die Vorschläge des Verbands zu prüfen.

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