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Deutsche Exporte nach Russland steigen wieder

Die deutschen Exporte nach Russland sind 2017 offenbar erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Dies berichtet Spiegel Online unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters sowie Berechnungen des Statistischen Bundesamts.

In den ersten elf Monaten 2017 sei die deutsche Ausfuhr in die Russische Föderation um mehr als 21 Prozent auf 24,1 Mrd. Euro angezogen. Laut Spiegel Online wäre dies der erste Anstieg seit fünf Jahren. Besonders beliebt waren offenbar Maschinen, chemische Produkte und Fahrzeuge. Im Gesamtjahr 2016 betrugen die Exporte nur 21,5 Mrd. Euro. In den letzten Jahren wurde der bilaterale Handel aufgrund von Wirtschaftskrise und Sanktionen gedämpft.

Auch umgekehrt konnte ein Wachstum verzeichnet werden: Russlands Exporte nach Deutschland seien in den ersten elf Monaten des Vorjahres von 26,5 Mrd. Euro (2016) auf 28,6 Mrd. Euro angestiegen. Hier habe insbesondere die Nachfrage nach russischen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas stark zugelegt, berichtet Reuters.

Ost-Ausschuss tritt auf Euphoriebremse

Trotz der Erholung warnte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft vor übertriebener Euphorie. „Wir starten nach der tiefen Krise leider von einem sehr niedrigen Niveau aus“, erklärte der Vorsitzende Wolfgang Büchele. „Zudem sehen wir hier einige Nachholeffekte, die 2018 auslaufen werden.“ Jedoch äußerte er Hoffnung auf eine baldige Befriedung des Konflikts in der Ukraine sowie auf eine Überwindung der gegenseitigen Sanktionen. „Vielleicht hilft uns ja auch die Fußball-WM in Russland dabei, zu einem neuen Entspannungsprozess zu kommen“, so Büchele.

Ende 2017 meldete auch die russische Föderale Zollbehörde (FTS) einen Anstieg des bilateralen Handels im Zeitraum zwischen Januar und Oktober. Demnach sei Deutschland nach China der zweitwichtigste Handelspartner Russlands. Der deutsche Anteil am russischen Gesamthandel liege bei 8,6 Prozent.

Positive DIHK-Exportprognose

Laut einer aktuellen Exportprognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) dürften die deutschen Ausfuhren in die ganze Welt 2017 um „mindestens sechs Prozent“ zulegen. „Vor allem mit unseren wieder erstarkten Nachbarn in Europa entwickeln sich die Ausfuhren dynamisch“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. „Aber auch Schwellenländer wie China, Indien oder Russland entfalten wieder eine stärkere Nachfrage nach Produkten ‘Made in Germany’.“

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