Thorsten GutmannVon

Gouverneur der Republik Altai ehrt Gazprom

Gazprom-Chef Alexei Miller erhielt bei seinem Besuch in der Republik Altai ein ungewöhnliches Geschenk, berichtet die Nachrichtenagentur RNS.

Namenlos ragte ein Berg an der Spitze des Kurai-Kamms im östlichen Altaigebirge in den Himmel empor. Nun wird der 3.341 Meter hohe Felskoloss von seinem jahrtausendelangen Schicksal erlöst. Denn der Gouverneur der Republik Altai, Alexander Berdnikow, ehrt den Berg mit einem würdigen Namen: „Gazprom“. Ein allegorischer Kniefall des Gouverneurs vor dem Boss des milliardenschweren Erdgasgiganten.

Der absurde Vorgang erinnert an eine Entscheidung der nepalesischen Regierung in 2016, einen Gipfel im Himalaya nach der ukrainischen Kampfpilotin Nadija Sawtschenko zu benennen. „Ein großartiges Panorama“, schwärmte ein ukrainischer Journalist. Jener wolle auf die „Knie fallen und beten“ angesichts der Schönheit, die ihm „Nadija“ offenbare.

Titelbild

Kurai-Kamm im östlichen Altaigebirge. Quelle: Alexandr frolov, Курайский хребет на горном Алтае, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 4.0 

 

Thorsten Gutmann
Über den Autor

Thorsten Gutmann war von September 2016 bis Dezember 2018 Chefredakteur der unabhängigen Nachrichtenseite Ostexperte.de in Moskau. Derzeit arbeitet er als Nachrichtenchef bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er u. a. für die Moskauer Deutsche Zeitung und die Berliner Zeitung tätig. Im Jahr 2017 gründete er die RUSummit – Fachkonferenz zur Digitalwirtschaft in Russland mit dem Ziel, den deutsch-russischen Wirtschaftsdialog zu fördern.