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Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer wurde eröffnet

Staatssekretär Matthias Machnig hat gestern gemeinsam mit dem ukrainischen Vizepremierminister Gennadij Subko die Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer in Kiew eröffnet. Sie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finanziell unterstützt. Dies bestätigt die Pressestelle auf Nachfrage von Ostexperte.de. Es gibt dazu auch eine Pressemitteilung des Ministeriums. Darüber hinaus hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Pressemeldung veröffentlicht. Die Eröffnung fand im Rahmen des 2. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforums statt.


Die bisherige Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kiew ist nun eine Deutsche Auslandshandelskammer (AHK). Im Rahmen des 2. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforums wurde am gestrigen Dienstag in der Hauptstadt des Landes die Deutsch-Ukrainische Industrie- und Handelskammer eröffnet.

Staatssekretär Machnig lobte laut Pressemitteilung die „Reformbemühungen der ukrainischen Regierung, vor allem in den Bereichen Justiz, Finanzen, Energiewirtschaft sowie Korruptionsbekämpfung“. Er erklärte auch:

„Die Einleitung der längst überfälligen Reformen in der Ukraine ist ein weithin sichtbares Signal, dass die jetzige ukrainische Regierung die Zeichen der Zeit verstanden hat. Wir unterstützen und ermutigen die ukrainische Regierung, diese Bemühungen mit ganzer Kraft und Entschlossenheit fortzuführen.“

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben kommentierte:

„Mit der Gründung der AHK verschmelzen bilateral die Delegation und die Unternehmerschaft vor Ort. Die Ukraine wird damit genuiner Teil eines weltweiten Netzwerkes und rückt über diese enge Beziehung an die deutsche Wirtschaft auch näher an die EU.“

Grundstein wurde schon 2015 gelegt

Im Oktober 2015 wurde in Kiew der erste Grundstein für die AHK-Gründung gelegt. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, und der ukrainische Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel, Aivaras Abromavicius, sowie Staatssekretär Markus Ederer vom Auswärtigen Amt haben ein entsprechendes Regierungsabkommen unterzeichnet. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk waren anwesend.

Staatssekretär Machnig erklärte damals:

„Deutschland unterstützt die Ukraine bereits auf ihren Weg der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung. Dieses Engagement möchten wir durch die Vertiefung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen. Die Einrichtung einer Deutsch – Ukrainischen Industrie- und Handelskammer in Kiew kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ihre Einrichtung ist ein Signal dafür, dass wir Handel und Investitionen zwischen unseren beiden Volkswirtschaften intensivieren möchten.“

Bilateraler Außenhandel gewinnt an Fahrt

Der Handel zwischen Deutschland und Ukraine hat sich laut DIHK-Mitteilung in den letzten Monaten intensiviert. In den ersten sieben Monaten 2016 stiegen die deutschen Exporte in die Ukraine um 27,3 Prozent, die Importe von dort nahmen um 3,5 Prozent zu. Der Warenaustausch insgesamt lag laut DIHK im Berichtszeitraum um 18,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Vor allem der Maschinenbau und die Automobilindustrie hätten sich positiv entwickelt.

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