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AHK-News zum Russlandgeschäft am 27. November 2018

Diese Meldungen stammen aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.


Streit im Asowschen Meer eskaliert

Nach einem Zwischenfall vor der Krim droht der Streit zwischen der Ukraine und Russland erneut zu eskalieren. Drei ukrainische Patrouillenschiffe waren am Sonntag auf dem Weg Richtung Asowsches Meer und wurden noch im Schwarzen Meer von einem Schiff der russischen Küstenwache gerammt und mit Waffengewalt zum Halt gezwungen. Dabei wurden ukrainische Seeleute verletzt. Die Crews wurden vom russischen Grenzschutz festgenommen. Russland wirft den Schiffen vor, eine Grenzverletzung begangen zu haben. Die Ukraine weist das von sich und vertritt die Auffassung, dass sie in voller Übereinstimmung mit internationalem Recht in den Gewässern unterwegs waren. Das russische Außenministerium sprach von einer geplanten Provokation. Russland blockierte die Meerenge von Kertsch zeitweise durch einen quergestellten Tanker und schnitt dadurch die ukrainische Küste vom Schwarzen Meer ab. Kiew verhängte gestern Abend für 30 Tage das Kriegsrecht. Ein entsprechendes Dekret unterschrieb der ukrainische Präsident. Die deutsche Bundesregierung rief Russland und die Ukraine zur Entspannung auf. Außenminister Heiko Maas erklärte: „Eine russische Blockade der Durchfahrt ins Asowsche Meer ist nicht akzeptabel“. Die für Sicherheitsfragen zuständigen Botschafter der EU wollen am Dienstag über die Spannungen beraten.

Quellen:  Tagesschau, EU(EN), RBC(RU), NOZ, NZZ, dekoderDeutschlandfunk


Seilbahn auf Sperlingsbergen eröffnet

Ursprünglich sollte sie schon zur Fußball-WM Touristen von den Moskauer Sperlingsbergen zum Luschniki-Stadion und zurück bringen. Nun hat die Seilbahn über die Moskwa eröffnet und Moskau eine Touristen-Attraktion mehr. Über 720 Meter befördert sie künftig rund 1600 Passagiere pro Stunde. Bürgermeister Sergej Sobjanin pries die Seilbahn als „neue Form des Transports“, die Moskau nun biete. In den 35 geschlossenen Gondeln wird es auch Audio-Guides auf vier Sprachen geben: Neben Russisch, Englisch und Chinesisch auch auf Deutsch. Die Kabinen wurden von Porsche-Designern gestaltet. Die Fahrten können per blauer Troika-Metro-Karte bezahlt werden und kosten an Wochentagen 400 Rubel (5,3 Euro) für eine Strecke und an Wochenenden 500 Rubel (6,5 Euro). Hin und zurück geht es für 700 bzw. 800 Rubel. (9,3 Euro bzw. 10,5 Euro).

Quellen:  Kommersant(RU), RG(RU)


Top-Sonderwirtschaftszonen: Tatarstan, Moskau und Region Moskau

Laut einem Ranking des Verbands zur Enwicklung von Clustern und Technologieparks Russlands gehören die Sonderwirtschaftszonen (SEZ) Alabuga in Tatarstan, Dubna im Moskauer Gebiet sowie Techno in Moskau zu den attraktivsten SEZ des Landes für Investoren. Zu den ersten fünf gehören auch die Produktions- und Handelszone Lipezk und die Sonderwirtschaftszone Sankt Petersburg. Insgesamt wurden 16 SEZ in 13 Regionen bewertet, Tourismus-Zonen wurden ausgenommen.

Quelle:  TASS(RU), Economy.gov.ru(RU)

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Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland) ist die Interessensvertretung deutscher Unternehmen in Russland und russischer Unternehmen in Deutschland.

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