Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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AHK RusslandVon

AHK-News zum Russlandgeschäft am 15. Januar 2019

Diese Meldungen stammen aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.


Währungsreserven: Zentralbank setzt auf Yuan statt Dollar

Die Zentralbank stieß im August Dollar-Reserven im Wert von mehr als 100 Mrd. Dollar ab und deckte sich dafür mit Yuan, Euro und Yen ein. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die Zentralbank veröffentlicht hat. Rund 44 Mrd. Dollar tauschte sie in Yuan und Euro um, weitere 21 Mrd. Dollar wurden in Yen investiert. Zudem stockte sie ihre Goldreserven auf. Nun entfallen rund 15% der russischen Valutareserven auf die chinesische Währung, etwa 147-mal mehr als im Vorjahr. Laut IWF-Informationen hält Russland somit ein Viertel aller globalen Yuan-Reserven. Das Finanzministerium hat angekündigt, im Januar und Februar weitere Währungsreserven im Umfang von 265,8 Mrd. Rubel (3,45 Mrd. Euro) zu erwerben.

Quellen:  NZZ (DE), RBC 1 (RU), RBC 2 (RU), Vedomosti (RU)


Big-Mac-Index: Rubel laut Economist zu 70% unterbewertet

In Russland kostet ein Big Mac bei McDonalds rund 110 Rubel – umgerechnet 1,65 US-Dollar. In den USA dagegen kostet der Burger stolze 5,58 Dollar. Damit ist der Rubel im Vergleich zum Dollar zu 70% unterbewertet und gilt somit als schwächste Währung der Welt, so die Schlussfolgerung der britischen Wochenzeitung Economist. Der sogenannte Big-Mac-Index vergleicht die Kaufkraft verschiedener Währungen anhand der Preise für einen Big Mac in unterschiedlichen Ländern. Der Indikator soll einen leicht verständlichen Währungsvergleich auf Basis von Kaufkraftparitäten ermöglichen. In der Schweiz kostet der Big Mac sogar 6,62 Dollar – damit ist der Franken zu 19% überbewertet. Jedoch berichtet ein Mitarbeiter einer russischen Investmentfirma, dass der Preis für einen Big Mac höher liege als im Economist behauptet. Nach einer Korrektur der Zahlen gibt es ein anderes Schlusslicht als schwächste Währung  – die ukrainische Hrywnja. In der korrigierten Version teilt sich der Rubel das untere Mittelfeld mit der türkischen Lira und dem argentinischen Peso.

Quellen: Economist (EN), RBC 1 (RU), RBC 2 (RU)


Abfallreform führt zu Müllproblem in mehreren Regionen

Seit Anfang Januar sind kommunale Dienstleister für Sammlung, Entsorgung und Recycling von Müll in den russischen Regionen zuständig. Dies ist Bestandteil einer Abfallnovelle, die derzeit für erhebliche Schwierigkeiten sorgt. In zahlreichen Regionen, darunter Lipezk, Swerdlowsk und dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen, beschweren sich Anwohner über Müllberge vor ihren Wohnhäusern. Auch in Samara und Nischni Nowgorod häufen sich Klagen über die mangelhafte Qualität der Abfallentsorgung. Problematisch seien zudem die stark erhöhten Tarife zur Müllentsorgung, weshalb unter anderem Anwohner in der Region Tjumen eine Demonstration angemeldet haben. In Krasnodar hatten die Behörden zwangsweise eine Tarifkürzung angeordnet, was wiederum auf heftige Kritik seitens der Dienstleister stieß.

Quellen: Kommersant 1 (RU), Kommersant 2 (RU), Kommersant 3 (RU), Kommersant 4 (RU), Kommersant 5 (RU), Seite 2 im AHK-Branchencheck (DE)

AHK Russland
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Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland) ist die Interessensvertretung deutscher Unternehmen in Russland und russischer Unternehmen in Deutschland.

Ansprechpartner: Alexej Knelz, Leiter Abteilung Kommunikation.