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AHK-News zum Russlandgeschäft am 18. Oktober 2018

Diese Meldungen stammen aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.


Russische Wirtschaft profitiert von Fußball-WM

Die russische Wirtschaft hat durch die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft mit umgerechnet 12,5 Mrd. Euro (952 Mrd. Rubel) profitiert. Das geht aus einer Studie des Organisationskomitees der WM 2018 in Russland hervor. Die Auswirkungen ergeben sich demnach aus den Investitionen in die Infrastruktur, Touristeneinnahmen während des Turniers und den Vorbereitungsmaßnahmen. WM-Organisations-Chef Alexej Sorokin sagte in Katar, die Summe entspreche 1,1% des russischen Bruttoinlandsproduktes und sei zwischen 2013 und 2018 erwirtschaftet worden. Außerdem habe das Turnier in Russland im gleichen Zeitraum mehr als 315.000 Arbeitsplätze geschaffen und werde sich noch in den nächsten fünf Jahren positiv auf die Wirtschaft auswirken. Für die Organisation und Durchführung seien 688 Mrd. Rubel (9 Mrd. Euro) ausgegeben worden. Touristen hätten für Zusatzeinnahmen von 40-70 Mrd. Rubel jährlich geführt (ca. 500-900 Mio. Euro). Der Umsatz kleiner und mittlerer Unternehmen sei durch die WM um 800 Mrd. Rubel (10,5 Mrd. Euro) gestiegen.

Quellen: RBC (RU), Interfax (RU), Vedomosti (RU), Moscow Times (EN), TASS (EN), Deutschlandfunk


Russlandtag in Rostock: Sanktionen sind nur „Stimmungskiller“

Zu den 250 russischen Vertretern des Russlandtages in Mecklenburg-Vorpommern gehörten gestern unter anderem der stellvertretende Industrieminister Wasilij Osmakow, der Botschafter der Russischen Föderation, Sergej J. Netschajew und Alexander Drosdenko, Gouverneur des Leningrader Gebietes – der Partnerregion Mecklenburg-Vorpommerns. Osmakow sagte, die Russland-Sanktionen seien „lediglich ein Stimmungskiller”. Man mache weiter Geschäfte. Die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig (SPD), erklärte, in vielen Branchen gebe es gute Chancen für eine engere Zusammenarbeit, „in der Gesundheitswirtschaft, in der Logistik und der maritimen Wirtschaft und in der Energiebranche genauso wie in der Abfallwirtschaft oder in der Land- und Ernährungswirtschaft”. Auch die AHK war auf dem Eröffnungspodium mit Vorstandschef Matthias Schepp vertreten. Im Mittelpunkt von 10 Vereinbarungen standen unter anderem der maritime Anlagenbau, Medizin- sowie Luftfahrttechnik. So gab es z.B. eine Vereinbarung für den Bau eines LNG-Terminals zwischen der Rostock Port GmbH und dem russisch-belgischen Joint Venture Rostock LNG GmbH. Weitere Vereinbarungen gab es unter anderem zwischen der Hochschule Stralsund und der Universität in St. Petersburg, der Hochschule Wismar und der Finanzuniversität in St. Petersburg sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände MV und dem Landesverband der Arbeitgeber im Leningrader Gebiet. / RusslandtagMDRNDRNordkurierRambler (RU)


Währungskontrolle soll reduziert werden

Das russische Wirtschaftsministerium plant, die strenge strafrechtliche Haftung für bestimmte Währungsvergehen aufzuheben und die Bußgelder zu reduzieren. Dies sei Medien zufolge im vom Ministerium entwickelten Plan „Transformation des Geschäftsklimas“ (TDK) vorgesehen. Nach geltendem Recht sind Exporteure verpflichtet, Erlöse auf ihre Konten bei russischen Banken zu überweisen. Dies gilt für Zahlungen in Fremdwährung und in Rubel. Wenn der Erlös einen Tag zu spät zur Bank kommt, werden Unternehmen mit Geldstrafen belegt. Für jeden Tag Verspätung müssen sie 1/150stel des aktuellen Leitzinses der Zentralbank zahlen. Strafen für die Nichtrückgabe betragen 75 bis 100 Prozent des Transaktionsbetrages. Die Verjährungsfrist für die Haftung beträgt zwei Jahre. Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung schlägt deswegen vor, Unternehmen bei der Gutschrift von Geldern auf Konten bei russischen Banken eine 30-tägige Gnadenfrist zu geben, und die Strafen auf 5% des Geldbetrags zu reduzieren oder sie sogar ganz durch Verwarnungen zu ersetzen. / Russland.CapitalRBC (RU)

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