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86 Prozent der Russen finden Krim-Anschluss positiv

Rund 86 Prozent der russischen Bevölkerung unterstützt den völkerrechtlich umstrittenen Krim-Anschluss im März 2014. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum hervor.

Gestern besuchte Wladimir Putin kurz vor der Präsidentschaftswahl die Halbinsel Krim. Dort besichtigte er wichtige Infrastruktur-Projekte, darunter die Krim-Brücke sowie den neuen Flughafen-Terminal in Simferopol. Auch ein Wärmekraftwerk in Sewastopol stand auf seinem Programm. Zu diesem Anlass präsentierte das Lewada-Zentrum am Donnerstag eine neue Umfrage. Dabei gaben 86 Prozent (2017: 84%, 2016: 83%) der Befragten an, dass sie den Krim-Anschluss im März 2014 unterstützen. Immerhin 70 Prozent (Sep 2017: 63%, Feb 2016: 62%) erklärten, dass der Krim-Anschluss dem Land mehr Nutzen als Schaden zugefügt habe.

Unterstützung für Krim-Anschluss wächst

Wie ein Bericht von Moscow Times bestätigt, ist die Zustimmung für den Krim-Anschluss in den letzten drei Jahren gewachsen. Laut Meinungsforscherin Natalja Sorkaja hat Putins Rede vor der Föderationsversammlung am 1. März diese Tendenz weiter bekräftigt. Im Rahmen der Ansprache stellte der Präsident eine Serie neuer Nuklearwaffen vor. Zudem bezeichnete er die im Zuge des Ukraine-Konflikts verhängten westlichen Sanktionen gegen Russland als wirkungslos. Dabei spielte das Motto „Russland gegen den Rest der Welt“ eine wichtige Rolle, erklärte Sorkaja.

Westen bekräftigt Sanktionen gegen Russland

Unterdessen bekräftigte die Sprecherin des US-Außenministerium, Heather Nauert, dass die Sanktionen gegen Russland weiterhin aktiv bleiben. „Wir beteuern unsere Verpflichtung gegenüber der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine im Rahmen der international anerkannten Grenzen“, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax. Solange Russland die Krim nicht an die Ukraine zurückgebe, werde das Sanktionsregime gegenüber Moskau aufrecht erhalten.

Für neue Aufregung sorgt die Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien. Premierministerin Theresa May beschuldigt den Kreml, dass der Mordversuch im Auftrag der russischen Regierung durchgeführt wurde. Als Reaktion verwies Großbritannien 23 russische Diplomaten des Landes. Zudem wollen Abgeordnete und Royals die Fußball-WM in Russland boykottieren. Moskau kritisierte die Maßnahmen als „beispiellos grobe Provokation“.

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Titelbild: kremlin.ru

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